Wieso sollte ich „fair trade“ kaufen?

Fairtrade und fair einkaufen, warum und worauf sollte ich achten, Schokolade, Kaffee?

„Fair trade“ ist im Nachhaltigkeits-Bereich ein mittlerweile inflationär benutztes Wort. Aber woher kommt eigentlich der Grundgedanke? Und wieso ist es wichtig bestimmte Lebensmitte in „Fairtrade-Qualität“ zu kaufen? Diese Fragen, sollen im folgenden Blog-Beitrag beantwortet werden.

In den 1970er Jahren entstanden die ersten Grundzüge des „fairen Handelns“. Diese Handelsform sollte eine Alternative zu dem gängigen, ausbeuterischen Verhalten darstellen, das bis dato vorherrschte. „Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und eine nachhaltige Entwicklung sind Grundlage der Handelsstrukturen“, lauten die Leitsätze der internationalen Charta für Faires Handeln.

Bei welchen Lebensmitteln solltet ihr besonders auf ein Fairtrade-Siegel achten?

Auf das Fairtrade-Siegel sollte vor allem bei Bananen, Kakao und Zucker (aus Rohrzucker) geachtet werden. Die Bedingungen auf den Plantagen sind häufig menschen(rechts)verachtend. Für die täglich anfallende Arbeit werden die ArbeiterInnen nicht angemessen bezahlt und sind dabei den giftigen Chemikalien häufig schutzlos ausgeliefert.
Leider sind auch Kinderarbeit und moderne Sklaverei keine Seltenheit. Woran liegt das? Die Herkunftsländern dieser Lebensmittel sind leider häufig immer noch politisch sehr instabil. Das heißt, es gibt keinen funktionierenden Rechtsstaat, bei dem ArbeiterInnen sich beschweren und Hilfe bzw. Kompensation einfordern können. Also sind die ProduzentInnen selbst gefragt, wenn es um sichere Arbeitsbedingungen geht. Dafür gibt es aber aus wirtschaftlicher Sicht meist kein Argument. Denn wer seine ArbeiterInnen schlecht bis gar nicht bezahlt, hat geringere Kosten und damit kurzfristig einen höheren Gewinn. Dagegen geht das Fairtrade-Siegel vor.

Hier noch einmal zusammengefasst, warum ihr auf das Fairtrade Siegel achten solltet:

Das Fairtrade-Siegel setzt sich genau gegen die oben beschriebenen Vorgehensweisen ein. Produkte, die mit dem Siegel zertifiziert werden, garantieren den ArbeiterInnen einen existenzsichernden Lohn und garantieren regelmäßige Kontrollen der einzelnen Plantagen. Die dadurch anfallenden Kosten werden häufig von den Fairhandels-Importeuren bezahlt und durch einen zusätzlichen Aufschlag werden Projekte, wie das Bauen von Brunnen oder Schulen gefördert. Das stärkt die Gemeinschaften in Regionen, die dies benötigen. Ein festgesetzter Mindestpreis schützt außerdem die ProduzentenInnen vor den Schwankungen des Weltmarktes und garantiert dadurch für die Sicherheit aller Beteiligten.

Wie hat sich das Fairtrade Siegel entwickelt?

Mittlerweile wird beim Anbau dieser Produkte nicht nur auf die Wahrung der Menschenrechte geachtet, sondern auch auf den Schutz der Umwelt. So sind ungefähr dreiviertel der in Deutschland verkauften Fairtrade-Produkte auf Bio-zertifiziert. Hier könnt ihr mehr über die unterschiedlichen fairen Siegel erfahren.

Achtet ihr bereits beim Kauf auf Bio oder Fairtrade-Siegel? Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wieso es wichtig ist den biologischen Anbau und damit die Artenvielfalt zu unterstützen, dann klickt hier. Kommentiert gerne, was euch beim Einkauf von Lebensmitteln wichtig ist, egal ob sie lieber „bio“ oder „fairtrade“ sein sollten.

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