Starte deinen nachhaltigen Kleiderschrank

/ November 13, 2018/ #Nachhaltigkeit

Kleidung – ein heikles Thema. Wir wollen alle am liebsten immer gut angezogen sein und uns wohl in unserer Haut fühlen. Zusätzlich suggeriert uns Werbung in jeglicher Form, dass wir uns ständig neu erfinden und die neusten Modetrends mitmachen müssen. Also ziehen wir los und kaufen häufig Unmengen an Klamotten, die wir dann doch nicht tragen. Die Gründe sind vielfältig, warum wir Kleidung horten- #nachhaltig ist das ganz sicher nicht. Vor allem nicht, wenn man weiß, dass die #Fashion Industrie die zweit dreckigste der Welt ist, nach der Ölindustrie.

Was ist überhaupt ein nachhaltiger Kleiderschrank?

Für mich ist es ein Kleiderschrank in dem sich nur Teile befinden, die ich auch wirklich regelmäßig anziehe. Ich möchte keine „Kleiderschrank-Leichen“ horten, den Platz dafür habe ich auch gar nicht. Außerdem achte ich besonders auf natürliche Materialien, wie Baumwolle, Leinen und Wolle, um beim Waschen meiner Kleidung Mikroplastik zu vermeiden. Die meisten Kläranlagen können die feinen Fasern, die beim Waschen aus der Kleidung kommen nicht filtern und so gelangen diese Mikrofasern in unsere Gewässer und schlussendlich auch ins Meer.

Was also tun, womit fängt man an?

Ich habe damit angefangen erstmal alles auszusortieren, was ich wirklich nicht mehr trage und was nicht mehr passt. Die Sachen, die noch gut waren, habe ich entweder gespendet oder bei Kleiderkreisel verkauft. Dann habe ich mir überlegt, was eigentlich mein Stil ist und wie ich aussehen und wirken möchte. Ich habe ich mir außerdem die Regel auferlegt, dass wenn ich etwas Neues möchte, nur Fair Fashion oder Secondhand Klamotten zu kaufen. Da die Preise von Fair Fashion Labels in der Regel etwas höher sind als von herkömmlichen Marken, kann ich mir auch keinen Shoppingrausch leisten, sondern wähle bewusst und gezielt die Teile aus, die ich auch wirklich haben will. Da ihr nur begrenzt viele Teile in eurem Kleiderschrank, ist es außerdem hilfreich, genügend Basics zur Verfügung zu haben. Einfarbige Tops, Hosen oder Blusen können auf vielfältige Weise kombiniert und mit einem Statement Piece aufgewertet werden.

Checkliste für deinen fairen Kleiderschrank:

  • Aussortieren, was brauchst du wirklich, was besitzt du bereits?
  • Was ist mein Stil? Was würde ich auch noch in 1-2 Jahren tragen?
  • Welche Fair Fashion Brands passen zu mir und meinem Stil? Stöbern und nach neuen Brands suchen macht total Spaß!
  • Wenn du etwas neues brauchst, starte mit den Basics!
    • Tops/Unterhemden zum Unterziehen
    • einfarbige T-Shirts
    • Blue Jeans oder eine schwarze Jeans
    • schlichte Pullover
  • AUF GAR KEINEN FALL ALLES WEGSCHMEIßEN UND NEU KAUFEN!
  • Nutze Sales, wenn dir Fair Fashion zu teuer erscheint, die höheren Preise ergeben sich aus den fairen Produktionsbedingungen und den nachhaltigen Materialien
  • Achte beim Neukauf auf natürliche Materialien
  • Geh in Secondhand-Läden einkaufen, dort findest du tolle #Slowfashion Schätze!

Ich hoffe meine Tipps konnten euch helfen, mit eurem nachhaltigen Kleiderschrank zu starten, kleine Veränderungen helfen! Überlegt euch, brauche ich das wirklich? Und wenn die Antwort nein lautet, kauft es nicht!

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