/ Februar 21, 2019/ #Hundemaedchen, Zero Waste

Mit dem Hund zusammen verreisen
An den Wochenenden unternehme ich gerne kleine Ausflüge. An den Strand, in den Wald oder auch mal in eine nahgelegene Stadt. Mein Hund Bailey ist natürlich immer dabei.
Auf Ausflügen habe ich immer einen kleinen extra Rucksack für Bailey mit.
Er enthält Wasser, Leine, Kottüten, einen Maulkorb und Leckerlis.

Maulkorbpflicht
Ein Ziel für mich in diesem Jahr ist es, das Auto weniger zu benutzen und vermehrt mit Bus und Bahn zu fahren. Deswegen habe ich dieses Wochenende mit Bailey eine Bahn-Testfahrt gestartet.
Dort gilt die Regelung, dass alle Hunde einen Maulkorb tragen müssen. Bailey trägt bei mir im Alltag keinen Maulkorb. Deswegen haben wir das Tragen vorher geübt, damit sie die Fahrt stressfrei meistern kann.

Die Zugfahrt
Was mich persönlich sehr erstaunt hat, waren die Reaktionen, die ich von den Menschen in unserem Umfeld bekommen habe. Mein Hund wurde kritisch bis ängstlich beäugt und die meisten Leute haben einen großen Bogen um uns herum gemacht.
Vermehrt habe ich auch Eltern zu ihren Kindern sagen hören: „Geht nicht zu dem Hund. Der trägt einen Maulkorb und ist gefährlich.“ Natürlich sollten Kinder nicht ungefragt auf fremde Hunde zugehen.
Was ich an der Aussage jedoch kritisch finde ist, dass man den Maulkorb mit Gefahr gleichstellt. Denn die ‚Gefährlichkeit‘ meines Hund ist durch das Tragen eines Maulkorbes wohl viel geringer, als bei allen anderen Hunden im Alltag.
Bailey selbst hat die Zugfahrt ganz entspannt gemeistert und sich auch durch den Maulkorb nicht irritieren lassen, was mich sehr stolz gemacht hat.

Maulkorb = Gefährlicher Hund?
Das eher negative Bild, welches Menschen von Maulkörben zu haben scheinen, finde ich persönlich sehr schade. Denn dieser sorgt nicht nur für die Sicherheit des Menschen, sondern auch für die des Hundes.

Deswegen würde mir für die Zukunft wünschen, dass der Maulkorb als das akzeptiert wird, was er ist. Ein Hilfsmittel im täglichen Umgang mit Hunden.
Er steuert zur Prävention von Beißvorfällen bei. Außerdem ermöglicht er, dass auch schwierigere/ängstlichere Hunde, an Alltagssituationen teilnehmen und diese besser meistern können.

In Momenten, wie denen in der Bahn, beginne ich nachzudenken, wie es wohl Hundebesitzern ergeht, deren Hunde täglich einen Maulkorb tragen.
Gewöhnt man sich an die Blicke und das Getuschel oder kommt man mit den Leuten sogar ins Gespräch?
Am Ende des Tages kann mein Hund den Maulkorb wieder ablegen. Und trotzdem bin ich froh, dass ich für mich entschieden habe: #liebermaulkorbalsdertutnix.

Share this Post

1 Kommentar

  1. HalliHallo,

    großes Lob, dass ihr das so gemeistert habt, ihr könnt gegenseitig stolz auf einander sein!
    Nicht nur Bailey hat das super hinbekommen, sondern auch du stehst selbstbewusst über den auch manchmal nicht so schönen Dingen.
    Die Entscheidung die öffentlichen Verkehrsmittel mehr zu nutzen und dies auch mit dem Hund anzugehen, sich mit den Regeln und Pflichten auseinander zu setzen, sich so damit zu beschäftigen, zeigt, dass du auf jeden Fall mehr als viele andere Menschen nachdenkst. Und das finde ich super. Nein man sollte wohl viel mehr sagen verantwortungsbewusst. Verantwortungsbewusst in dem Sinne, als gutes Vorbild voran zu gehen, um so den andere Mitmenschen vielleicht ein wenig die Augen zu öffnen. „Guck mal, ich mache das, vielleicht rüttelt es bei dir auch was lose und du wirst dich auch mehr mit dem Thema befassen – oder es sogar so machen wie ich“.
    Ich persönlich finde es schrecklich, wie viele Menschen sich über und auf Vorurteilen ihre Meinung bilden. Viele können sich heutzutage kaum noch ihre eigene Meinung zu Dingen bilden. Und auch, wenn sie sich ihrer Meinung bewusst sind, stehen viele vor anderen nicht offen dazu. Sie berufen sich doch wieder auf die Vorurteile die herrschen. „Der Hund hat einen Maulkorb, bestimmt nicht ohne Grund, der muss gefährlich sein….“ NEIN leider stimmt das nicht. „Der Hund hat einen Maulkorb, das muss einen Grund haben“ – ja das mag noch sein, aber der Grund muss nicht gleich immer ein negativer sein. Denn wie es hier der Fall ist, zeigt es, dass es eine Maulkorbpflicht im Zug gibt – daraus lässt sich aber NICHT schließen, dass der Hund gefährlich sein muss. -und das ist leider nicht nur bei dem Thema so –

    Es ist schade, dass die Leute, die sich damit auseinander setzen und sich einfach nur richtig verhalten, zum nachdenken in ihrem Handeln angeregt werden. Viel mehr sollte es die andere Seite zum nachdenken anregen, ob es dann doch immer so richtig ist, sich sofort seine eigene Erklärung zu stricken.

    Seid stolz auf euch und macht weiter so!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*