Kaffee aus der Martermühle

/ Juli 8, 2019/ #Nachhaltigkeit

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Wie ihr wisst, ist Kaffee mein liebstes Pausengetränk. Ich besitze eine uralte Kaffeemühle, mahle damit den Kaffee frisch von Hand und koche ihn dann auf. Ja, das dauert länger als wenn ich nur kurz eine Maschine anmachen würde. Aber in diesen 10-15 Minuten lege ich das Handy weg, mahle den Kaffee (dafür brauche ich nämlich beide Hände), befülle die Maschine und koche anschließend alles auf. Kurz gesagt: Ich komme zur Ruhe. Dann trinke ich meinen Kaffee mit einem Schuss (Soja-)Milch oder den puren Espresso.

Die Problematik:

Kaffee ist leider kein Produkt, welches als CO2-freundlich oder gar umweltfreundlich bezeichnet werden kann. Zum einen wächst er nicht in unseren heimischen Breitengraden und muss von weit her, meist mit dem Container-Schiff, zu uns geschafft werden. Zum anderen sind die Anbau- und Arbeitsbedingungen auf Kaffeeplantagen, oft unfair sowie ungesund für Mensch und Natur. Dazu kommt noch der Verpackungsmüll, der sich schlecht vermeiden lässt. Ist der Kaffee nicht luftdicht verpackt, verliert er sehr schnell sein Aroma. Zählt man all diese Fakten zusammen, gleicht der Genuss von Kaffee eher einer ökologische Katastrophe.

Worauf achten beim Kauf?

Bevor ich allerdings auf etwas verzichte, dass ich so sehr schätze, schaue ich mich erst mal nach Alternativen um. Da kam mir die Anfrage von der Martermühle, ob ich nicht mal ihren Kaffee probieren möchte gerade recht.

Was unterscheidet den Kaffee dieser Rösterei von den herkömmlichen Marktprodukten? Der Transportweg ist vorerst der Gleiche, allerdings wurde bei Utopia bereits über ein tolles Projekt berichtet, um CO2-frei übers Meer zu schippern.

Die Anbau- und Arbeitsbedingungen des Kaffees oder Espressos werden von den Gründern der Martermühle persönlich überprüft. Bei der Bio-Linie wird auf künstliche Pflanzenschutzmittel und Dünger verzichtet. Der Kaffee wird außerdem in Mischkultur angebaut. Diesen Umstand halte ich besonders wichtig für unsere Umwelt. Damit die Bauern und Bäuerinnen genau den Preis bekommen, den sie für ihr fantastisches Produkt verdienen, wird direkt bei ihnen eingekauft. Zwischenhändler werden so ausgeschaltet und faire Preise für die AnbauerInnen sichergestellt.

Die Verpackung des Kaffees kommt ohne Aluminium aus und ist aus recycelfähigem Kunststoff. Wieso Papier oder eine andere nachhaltigere Variante aktuell nicht in Frage kommt? Kaffee muss nach der Röstung luftdicht verpackt werden. Wenn er das nicht ist, verliert die gemahlene Bohne nach 2 Wochen ihr gesamtes Aroma und die ganze Bohne nach 8 Wochen.

Fazit:

Mir hat der Kaffee und das Konzept von der Martermühle gut geschmeckt und gefallen. Er ist eine tolle Alternative zu meinem biologisch angebauten Kaffee aus dem Weltladen. Besonders den Espresso fand ich sehr lecker!

Egal, wo ihr ihn kauft, achtet dabei auf folgende Dinge:

  • Bio-Qualität, am besten noch mit Fairtrade-Siegel, wieso lest ihr hier nach
  • Verpackung, diese muss luftdicht sein und sollte nicht aus mehreren Materialien bestehen (z.B. Papier außen, innen Kunststoff oder Aluminum innen, Kunststoff außen), denn die Materialien können nicht voneinander getrennt und damit auch nicht recycelt werden
  • Herkunft des Kaffees, ein guter Kaffee sollte nicht nur schonend geröstet sein, sondern auch von einer Sorte sein und aus einem Anbaugebiet stammen

Was man aus dem Kaffeesatz machen kann, der übrig bleibt, könnt ihr hier nachlesen, woher bezieht ihr euren Kaffee und worauf achtet ihr noch?

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